Scheiben tönen: Alles, was Du wissen musst

Scheiben tönen wird immer beliebter: Wir erklären Dir einfach und verständlich, was Du beachten musst. Bei Tönungsgrad, ABG, Leasingfahrzeugen und vielem mehr …

Unsere FAQ (Häufige Fragen) gibt Dir kurze Antworten, auf die wichtigsten Fragen. Weiter unten im Artikel erklären wir Dir noch einmal alles ganz genau.

Scheiben tönen: Die wichtigsten Fragen

Warum ist es sinnvoll, die Autoscheiben zu tönen?

Es gibt viele Gründe, die für eine Scheibentönung sprechen: Die Abdunklung sorgt für Schutz vor Hitze und UV-Strahlung und spart damit sogar Sprit, da die Klimaanlage weniger laufen muss. Außerdem schirmt die Folie die Rückbank und den Kofferraum vor neugierigen Blicken ab, kann die Scheibe im Ernstfall vom Splittern abhalten und Insassen dadurch vor Verletzungen schützen.

Scheiben tönen: Mit oder ohne Folie?

Die verschiedenen Schichten der Folie haben vielfältige Funktionen, die in dieser Form von einer Tönung ab Werk nicht unbedingt gegeben sind. So kann zum Beispiel die metallisierende Schicht der Folie eine bessere Verspiegelung erreichen und die Keramik-Schicht den Hitze- und UV-Schutz verbessern. Eine Folien-Tönung kann also auch in Kombination mit einer bereits vorhandenen Tönung ab Werk sinnvoll sein.

Darf ich meine Autoscheiben tönen?

Autoscheibentönung ist in Deutschland erlaubt. Es gibt einige Regeln, die beachtet werden müssen, aber abgesehen davon steht einer Tönung nichts im Wege.

Welche Scheiben darf ich tönen?

Alle Scheiben hinter der B-Säule des Fahrzeugs dürfen getönt werden. Bei der Windschutzscheibe dürfen außerdem 10% der Höhe getönt werden, um zum Beispiel als Blendschutz gegen die Sonne zu fungieren.

Welche Scheiben dürfen nicht getönt sein?

Alle Scheiben, die sich vor der B-Säule des Fahrzeugs befinden, müssen ungetönt bleiben. Das betrifft im Allgemeinen die Seitenfenster des Fahrers und des Beifahrers.

Wie dunkel darf ich die Scheiben tönen?

Wie dunkel Du Deine Scheiben tönst hängt ganz davon ab, was Dir am Besten gefällt und für Deine Ansprüche am Besten geeignet ist. Dabei können Faktoren wie Optik, aber auch praktische Überlegungen wie die gewünschte Abschirmung gegen Blicke von außen oder Hitzeschutzfragen eine Rolle spielen. Selbst bei bereits vorhandener Tönung ab Werk kann man mit einer zusätzlichen Folientönung die Vorteile der Abdunklung noch deutlich verstärken und maximieren.

Wann ziehen getönte Scheiben Sanktionen nach sich?

Eine Tönung der Scheiben vor der B-Säule ist in Deutschland verboten und wird daher rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Kritisch ist es ebenfalls, wenn die Kennnummer der Folie und die in der allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) geführte Nummer nicht übereinstimmen oder wenn etwa gar keine ABE vorliegt. Muss ich mit getönten Autoscheiben zum TÜV?
Bei der Scheibentönung muss eine gültige ABE ausgestellt werden. Eine zusätzliche Abnahme vom TÜV ist mit einer solchen ABE nicht nötig.

Leasingfahrzeug: Was muss ich bei der Scheibentönung beachten?

Grundsätzlich gibt es bei Leasingfahrzeugen keine speziellen Zusatzregelungen. Bei einer fachmännisch verarbeiteten und qualitativ hochwertigen Scheibentönung ist sogar von einer Wertsteigerung zu sprechen, die bei der Rücknahme des Autos positiv auffällt. Notfalls kannst Du die Folie jedoch rückstandslos entfernen und den Ursprungszustand des Autos wiederherstellen.

Kann ich meine Autoscheibentönung versichern?

Eine zusätzliche Versicherung für die Tönung ist nicht grundsätzlich notwendig. Manche Versicherungen sehen eine Tönung allerdings als Sonderausstattung an. Es macht daher Sinn, die Tönung an die bereits vorhandene KFZ-Versicherung weiterzugeben und sich zu informieren, was im Schadensfall ersetzt wird.

Autoscheiben tönen: Welche Techniken gibt es?

Im Allgemeinen lässt sich zwischen der Tönung ab Werk und der nachträglichen Tönung mit Folie unterscheiden. Bei der Folientönung gibt es dann auch unterschiedliche Folien mit verschiedenen Eigenschaften, sei es stärkere Hitzeschutzfunktionen oder auch UV-Filter, je nachdem was Du Dir vorgestellt hast und was Du brauchst.

Wieviel kostet Scheiben tönen?

Eine professionelle Scheibentönung vom Fachmann ist bereits ab 150 Euro zu haben. Der genaue Preis wird dabei je nach Automodell, benötigtem Material und Aufwand in einem ersten Beratungsgespräch ermittelt.

Wie lange dauert es, Scheiben zu tönen?

Der Vorgang des Scheibentönens besteht nicht nur aus dem Aufbringen der Folie – es gibt verschiedenste Faktoren, die beachtet werden müssen, um perfekten Halt und langfristige Freude an der Tönung garantieren zu können. Wir empfehlen Dir daher, das Auto für einen Tag lang beim Profi stehen zu lassen, damit alle Risikofaktoren erstmal unter professioneller Beobachtung sind.

Wie bringe ich die Folie richtig auf der Scheibe an?

Die Folie wird zuerst außen am Fenster passgenau zugeschnitten und dann von innen verklebt. Mittels professionellem Werkzeug wird Blasenbildung verhindert und die Folie perfekt an die Dimensionen der Scheibe angepasst. Der ganze Prozess ist recht komplex und besteht aus mehreren Schritten, die fehlerfrei durchgeführt werden müssen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten.

Kann ich meine Autoscheiben selbst tönen?

Theoretisch kannst Du Deine Autoscheiben selber tönen – empfehlen würden wir es allerdings nicht. Das Verkleben ist komplex und erfordert detailiertes Arbeiten, da es sonst sehr schnell zu Blasenbildung kommt. Oft wird hier am falschen Ende gespart und man stellt schnell fest, dass die selbstgemachte Tönung laienhaft und unschön aussieht.

Warum sollte ich meine Autoscheiben tönen?

Es gibt viele gute Gründe, die für eine Scheibentönung sprechen. Im Sommer zum Beispiel sorgt eine sehr dunkle Tönung für besseren Hitzeschutz. Das ist zum einen natürlich schön für Dich und Deine Mitfahrer, andererseits ist es aber auch richtig energiesparend. Ein vom ADAC durchgeführter Test hat zum Beispiel gezeigt, dass Deine Klimaanlage auf 100km fast einen ganzen Liter zusätzlich verbraucht. Das kann im Sommer schnell teuer werden. Mit einer Scheibentönung muss die Klimaanlage nicht mehr so lange laufen, die kühle Luft im Auto heizt sich weniger schnell wieder auf und Du sparst bares Geld.

Neben dem Hitzeschutz hat die Folie auch UV-Filter in einer metallisierten Schicht, die Deine Haut und Deine Augen vor schädlicher Strahlung schützen – fast wie eine gigantische Sonnenbrille, nur eben für Dein Auto. 

Ein weiterer Vorteil der dunklen Tönung ist außerdem der Sichtschutz, denn neugierige Augen von außen können nicht mehr sehen, was sich auf der Rückbank oder im Kofferraum befindet. Der Nutzen der Folie geht in dieser Hinsicht sogar noch weiter: Erhöhter Splitterschutz erschwert Dieben zusätzlich das Einschlagen der Scheibe.

Genau diese splitterbindende Wirkung ist es auch, die in einer Unfallsituation die Sicherheit im Auto erhöht und die Stabilität des Fensters unterstützt, damit zerbrochenes Glas nicht so einfach in den Autoinnenraum gelangt.

Scheiben tönen: Mit oder ohne Folie? Die Vor- und Nachteile

Fast jeder Autohersteller hat gegen Aufpreis die Möglichkeit, Dir eine Scheibentönung ab Werk anzubieten. Diese kann jedoch nur mit einem Bruchteil der Funktionen aufwarten, die Dir eine Folientönung bietet. Bei werksgetönten Scheiben besteht nur minimaler bis gar kein UV-Schutz, es gibt keine splitterbindende Wirkung und nur einen recht geringen Hitzeschutz. 

Die Tönung mittels Folie hat den ganz objektiven Vorteil, dass sie eine zusätzliche Schicht auf dem Fenster darstellt. Sie verstärkt jede Wirkung von Tönungen ab Werk dadurch, dass sie von Profis entwickelt wurde und deswegen ganz gezielt auf die Problematiken eingeht, die am Fahrzeug existieren. Die verschiedenen Schichten der Folie sind für ihre spezifischen Aufgaben exakt ausgearbeitet, und diese Funktionen können von einer Färbung im Glas ab Werk einfach nicht reproduziert werden.

Abschließend lässt sich also feststellen: Selbst wenn bereits eine Tönung ab Werk durchgeführt wurde, kann eine zusätzliche Tönung mit Folie unterstützend aufgebracht werden und die Wirkung der Verdunklung optimiert und verbessert werden. Der Hitzeschutz wird maximiert, UV-Strahlung abgeschirmt, Einbrüche erschwert und spürbar Energie eingespart. 

Darf ich meine Autoscheiben tönen?

Ja, in Deutschland kann jeder seine Autoscheiben tönen lassen – selbst wenn diese bereits ab Werk getönt sind. Dabei gibt es keine besonderen gesetzlichen Regelungen zu beachten. Die einzige Vorraussetzung ist, dass eine gültige ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) vorliegt und die darin genannte Kennnummer mit der Nummer in der Folie übereinstimmt. 

Welche Scheiben darf ich tönen?

Tönen darf man jede Scheibe, die sich hinter der B-Säule des Fahrzeugs befindet. Das sind im Allgemeinen die Fenster bei der Rückbank und die Heckscheibe.

Die B-Säule ist die Verbindung zwischen Fahrzeugdach und Fahrzeugboden. Sie befindet sich meist in der Mitte des Fahrgastraumes, also hinter den vorderen Fenstern beim Fahrer- und Beifahrersitz. Im Auto gibt es außerdem noch die A-Säule und manchmal auch eine C- oder sogar D-Säule – diese sind für die Tönung aber nicht ausschlaggebend.

Eine Besonderheit beim Tönen ist die Windschutzscheibe. Denn auch diese kann getönt werden, obwohl sie vor der B-Säule liegt. Im oberen Bereich der Scheibe sorgt eine Verdunklung für Schutz vor Sonneneinstrahlung und Blendung. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass nur maximal 10% der Gesamthöhe der Scheibe abgedunkelt werden dürfen, um die uneingeschränkte Sicht nach vorne auf die Straße nicht zu beeinträchtigen.

Welche Scheiben darf ich nicht tönen und warum?

Scheiben, die vor der B-Säule liegen, dürfen in Deutschland nicht getönt werden. Das betrifft die Seitenfenster des Fahrers und des Beifahrers sowie die Windschutzscheibe. Die einzige Besonderheit ist hier die 10%-Regelung bei der Windschutzscheibe, die es einem erlaubt, 10% der Frontscheibe aus Blendschutzzwecken zu tönen. Viele Autos haben so eine Tönung auch schon ab Werk – Du erkennst sie am oftmals grünen Schimmer am oberen Rand der Scheibe.

Die gesetzliche Argumentation für diese Regelungen ist recht simpel: Der Blick auf die Straße muss für den Fahrer sowohl nach vorne als auch zur Seite uneingeschränkt sein, weswegen auf diesen Scheiben beispielsweise auch keine Aufkleber angebracht sein dürfen. Der Blick geradeaus nach hinten durch die Scheibe mittels Rückspiegel ist hingegen optional – viele Kleintransporter haben zum Beispiel keine Fenster im hinteren Laderaum, da diese Sicht durch die Außenspiegel gesichert werden kann. 

Während die Windschutzscheibe abgesehen von der 10%-Regelung komplett frei bleiben muss, dürfen die Seitenfenster des Fahrers und des Beifahrers zumindest mit Steinschlagschutzfolie versehen werden, da diese kristallklar ist und die Sicht nicht einschränkt. Allerdings empfehlen wir Dir, solche klaren Folien vor der B-Säule nur vom Fachmann anbringen zu lassen, da hier schon kleinste Fehler Bußgeldstrafen zur Folge haben können.

Wie dunkel darf ich die Scheiben tönen?

Wie dunkel Du Deine Scheiben tönst bleibt komplett Dir überlassen. Bei einem Beratungsgespräch mit dem Profi werden Fragen geklärt, die Dir diese Entscheidung erleichtern: Wie stark soll der Hitzeschutz sein? Wie stark die Verspiegelung? 

Letztendlich kommt es aber auch einfach darauf an, was Dir selbst am Besten gefällt. Eine dunkle Folierung zum Beispiel wirkt sehr edel und kann die Optik deines Autos deutlich aufwerten. Selbst wenn Dein Fahrzeug schon eine Tönung ab Werk hat, kannst Du darauf noch zusätzlich eine Folientönung anbringen lassen, die die Effekte der Abdunklung noch einmal verstärken.

Welche Sanktionen muss ich erwarten, wenn ich etwas falsch mache?

In Deutschland ist es nicht erlaubt, Scheiben vor der B-Säule zu tönen – wenn das der Fall ist, kann es bei einer Kontrolle durch die Polizei tatsächlich zu Sanktionen kommen. Ist die Sicht durch diese Scheiben eingeschränkt, kann dies zu Bußgeldern und gegebenenfalls sogar Punkten in Flensburg führen.

Ebenfalls kritisch kann es werden, wenn die Scheiben zwar prinzipiell korrekt getönt sind, aber keine ABE mitgeführt wird. Die ABE ist die sogenannte Allgemeine Betriebserlaubnis, in der alle wichtigen Kennnummern der verbauten Folie aufgeführt werden. Diese Kennnummern müssen mit den in der Folie eingelassenen Nummern übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall oder gibt es gar überhaupt keine ABE, kann das im Ernstfall sogar dazu führen, dass Du die Tönung an Ort und Stelle von den Scheiben entfernen musst.

Da Autoscheiben laut TÜV ein sicherheitsrelevanter Teil des Autos sind, müssen die Vorgaben für fachmännische Verbauung eingehalten werden. Ansonsten kann nicht nur der Versicherungsschutz erlöschen, sondern auch die Sicherheit der Mitfahrer im Auto beeinträchtigt werden.

Muss ich mit getönten Autoscheiben zum TÜV?

Da bei einer Scheibentönung eine ABE mit ausgestellt wird, ist ein zusätzlicher Besuch beim TÜV nicht notwendig. Solange Du die korrekt ausgestellte ABE mitführst, reicht diese als Betriebserlaubnis aus. 

Beim nächsten regulären Besuch beim TÜV musst Du diese ABE auch auf jeden Fall vorzeigen, damit der TÜV die korrekte Anbringungung und Verbauung der Folien nachvollziehen kann. Hast Du die ABE nicht dabei, kann der Mitarbeiter vom TÜV nicht kontrollieren, ob die Scheibentönung nach deutschen Sicherheitsstandards durchgeführt wurde und kann Deinem Auto keine Freigabe geben. 

Was muss ich bei einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) beim Tönen beachten?

Die ABE ist quasi Dein Führerschein für die Scheibentönung. Diese allgemeine Betriebserlaubnis berechtigt Dich dazu, Dein Auto in dessen momentanen Zustand mit allen zusätzlichen Sonderausstattungen (in diesem Fall der Tönung) im Straßenverkehr zu betreiben.

Des Weiteren wird in der ABE festgehalten, mit welcher Kennnummer die verwendete Folie versehen ist. Diese Kennnummer findet sich auf jeder einzelnen Folie und somit auf jedem getönten Fenster. Oft ist sie eingeprägt und fällt kaum auf, allerdings ist sie absolut unerlässlich. Mittels dieser Kennnummer und der entsprechenden Auszeichnung in der ABE kann nämlich der TÜV oder im Ernstfall auch die Polizei kontrollieren, dass die ABE für exakt Dein Auto und Deine Tönung gilt. Deswegen musst Du die ABE auch immer mit Dir führen. Verstaue Sie am Besten im Handschuhfach oder an einer anderen sicheren Stelle im Auto, an der Du das Dokument schnell griffbereit hast.

Ich habe ein Leasingfahrzeug: Was muss ich bei der Scheibentönung beachten?

Grundsätzlich gibt es auch bei einem Leasingfahrzeug keine zusätzlichen Regelungen, die über die standardmäßigen gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Bei einer Tönung mit Folie kann jederzeit der Ursprungszustand wiederhergestellt werden – die Folie lässt sich rückstandslos entfernen und kann so bei der Rückgabe des Autos einfach wieder demontiert werden.

Bei den meisten Leasingfahrzeugen ist es jedoch durchaus so, dass die Scheibentönung vom Leasingunternehmen als wertsteigernd empfunden wird. Nicht nur optisch, sondern auch bezüglich Hitzeschutz/Spriteinsparung und Einbruchsicherheit steigert die Folie die Wertigkeit des Autos. Daher bestehen viele Unternehmen nicht darauf, die Folie vor der Rückgabe zu entfernen.

Einer Tönung steht also auch bei einem Leasingfahrzeug absolut nichts im Wege.

Kann ich meine Autoscheibentönung versichern?

Bei den meisten Versicherern laufen Scheibentönungen als Sonderausstattung. Das kann bedeuten, dass die Tönung an sich standardmäßig keinen gesonderten Versicherungsschutz hat. Es macht daher Sinn, dass Du schon vor der Anbringung mit Deiner Versicherung sprichst und Dich informierst, ob es Besonderheiten gibt, die Du beachten musst und ob Deine Tönung über Teil- oder Vollkasko mitversichert ist. 

Für das Versicherungsunternehmen selbst ist es wichtig, dass die Scheibentönung fachgerecht vorgenommen wird und eine gültige ABE vorliegt. Dies garantiert, dass das Auto auch in seinem veränderten Zustand im deutschen Straßenverkehr betrieben werden darf.

Autoscheiben tönen: Welche Techniken gibt es?

Beim Tönen von Autoscheiben gibt es verschiedene Techniken. Es gibt Beschichtungen, Lackierungen und Folien, die unterschiedliche Vor- und Nachteile haben.

Beschichtungen und Lackierungen werden nur sehr selten nachträglich vorgenommen, da die Kosten massiv sein können. Oft müssen die Scheiben ausgebaut werden, um eine qualitativ hochwertige und gleichmäßige Tönung zu ermöglichen. Ansonsten kann es passieren, dass die Lackfarbe sich ungleichmäßig auf der Scheibe verteilt und die Tönung im unteren Bereich dunkler wird, da die Farbe am Fenster herunterläuft.

Nachträgliche Tönungen werden daher meist mittels Folien vorgenommen. Die Anbringung ist im Vergleich zu den anderen Techniken erheblich kostengünstiger, schneller und unkomplizierter. Das Gleiche gilt auch für das Entfernen der Tönung – eine hochwertige Folie lässt sich auch nach Jahren noch problemlos von der Scheibe entfernen, ohne Spuren zu hinterlassen. Dies ist vor allem bei Leasingfahrzeugen von Vorteil.

In Eigenregie Scheiben tönen – keine gute Idee

Da man Scheibentönungsfolie oft günstig im Baumarkt oder in der Autowerkstatt erwerben kann, erliegen viele Menschen dem Irrtum, dass eine Tönung genauso leicht selbst durchzuführen ist.

Natürlich kann man es durchaus drauf ankommen lassen und sich selbst an seinen Scheiben versuchen – allerdings bleibt hier die Frage, ob es realistisch ist, als Amateur ein Ergebnis der gleichen Qualität zu erhalten, wie das ein Profi würde.

Fast jeder von uns nutzt sein Auto täglich, sei es auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit, und eine fehlerhafte oder schlichtweg falsch aufgebrachte Tönungsfolie fällt sofort negativ auf. Blasen unter dem Material heben sich stark von der Abdunklung ab, Falten oder Knicke sind schon von Weitem als weiße Flecken auf den Scheiben zu erkennen. 

Die Investition in eine professionelle Folie und deren fachgerechte Anbringung lohnt sich. Denn wenn Du die Folie von Anfang an fehlerfrei angebracht bekommen hast, sparst Du Dir das Nachbessern, Ausbessern, den Ärger und die Zeit, die es kostet, sich immer und immer wieder mit der Tönung beschäftigen zu müssen. 

Die Kosten für professionelle Scheibentönung

Eine professionelle Scheibentönung ist ab etwa 150 Euro zu haben. Den genauen Preis für Dich und Dein Auto kann man allerdings schwer im Vorraus als „Ferndiagnose“ ermitteln.

Jede Scheibentönung ist in gewisser Weise individuell. In einem Beratungsgespräch werden alle wichtigen Fragen persönlich geklärt, die die Kosten beeinflussen können. Um was für ein Automodell handelt es sich? Wieviele Scheiben sollen getönt werden? Welche Ansprüche hast Du an die Folie, was soll sie können, worauf legst Du besonders wert? Wie dunkel möchtest Du die Scheiben tönen?

Oft kannst Du Dir sogar die verschiedenen Folien anschauen und erfährst mehr darüber, was für Dich das Richtige ist. Nachdem diese Fragen beantwortet sind, wird Dir ein persönliches Angebot erstellt und der Termin für die Tönung vereinbart. 

Wie lange dauert es Scheiben zu tönen?

Am Besten ist es, wenn Du für den gesamten Prozess einen Tag Zeit einplanst, also das Auto morgens zum Fachbetrieb bringst und es am späten Nachmittag, zum Beispiel nach der Arbeit, wieder abholst. 

Nachdem die Folie angebracht ist, wird das Auto im Betrieb weiter im Auge behalten. Es gibt verschiedene Risikofaktoren zu beachten – bei der Tönung der hinteren Seitenfenster zum Beispiel ist es absolut unerlässlich, dass die Scheiben erstmal nicht bewegt werden, um ein Verrutschen der Folie zu vermeiden. Auch kann es passieren, dass sich nachträglich Lufteinschlüsse bilden, die mit entsprechenden Spezialwerkzeugen entfernt werden können, oder dass die Folie mit Hitze nachbehandelt werden muss, um sie noch einmal an die Rundung der Scheibe anzupassen.

All diese Dinge können im Fachbetrieb direkt ausgebessert werden, damit keine größeren probleme daraus entstehen. So werden Makel bereits im Vorraus vermieden und die fehlerfreie Anbringung sichergestellt.

Nachdem Du Dein Auto abgeholt hast, solltest Du mindestens zwei Wochen lang die Handhabungshinweise vom Profi beachten. Wie genau diese aussehen, hängt davon ab, welche Scheiben Du getönt hast – bei der Heckscheibe zum Beispiel ist es wichtig, die Heizdrähte nicht zu früh wieder zu benutzen.